Liverpool (dpa) - Elf Punkte Rückstand auf Spitzenreiter FC Chelsea und immer mehr verletzte Spieler: Der FC Liverpool muss nach dem erneut enttäuschenden 2:2 gegen Birmingham City sein großes Saisonziel Meistertitel praktisch schon abschreiben.
Trainer Rafael Benitez steht mehr denn je in der Kritik, gibt sich dennoch trotzig. Aber die blanken Zahlen sprechen gegen den spanischen Fußball-Coach und sein Starensemble. Mit nur einem Sieg aus den vergangenen neun Spielen rangieren die «Reds» mit 19 Zählern auf Rang sieben in Englands Meisterschaft.
Die Spitzenteams FC Chelsea (30 Punkte), FC Arsenal (25) und Manchester United (25) sind nach einem Saisondrittel weit enteilt. Sogar die aufstrebenden Mittelklasse-Clubs Tottenham Hotspur (22), Aston Villa (21) und Manchester City (20) liegen vor dem stolzen Rekordmeister. Benitez will die Saison aber noch nicht abschreiben. «Wir haben gezeigt, was wir können, als wir zu Beginn sechs Mal in Serie gewonnen haben. Wir haben Manchester United geschlagen, als wir unter Druck standen. Die Mannschaft spielt nicht schlecht», sagte er.
Neben dem Katzenjammer in der Premier League droht dem Rekordmeister zudem das Vorrunden-Aus in der Champions League. Und die Verletztenmisere reißt nicht ab. «Es ist das alte Problem. Die Spieler stehen von Zeit zu Zeit zur Verfügung, sind aber nicht 100 Prozent fit», klagte Benitez. Gegen Birmingham erwischte es nun Mittelfeldmann Albert Riera und Angreifer Yossi Benayoun, die beide mit Knieproblemen vom Platz mussten.
Während Liverpools angeschlagener Stürmerstar Fernando Torres erst gar nicht zum Aufgebot gehörte und wohl drei Wochen fehlen wird, feierte immerhin Kapitän Steven Gerrard als Einwechselspieler sein Comeback. Der 29 Jahre alte Regisseur rettete den «Reds» mit einem Tor per umstrittenen Foulelfmeter einen Punkt, nachdem sich Stürmer David Ngog bei 1:2-Rückstand im City-Strafraum hatte fallen lassen.
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